Feuerwehrchronik

Wie viele Gemeinden im Bereich des Bezirksamtes Cham, wurde die Gemeinde Ränkam am 12. April 1874 aufgefordert, für das Feuerschutzwesen eine sogenannte Löschmaschine anzuschaffen.
Doch die Gemeindeverwaltung Ränkam hielt in Ihrem Beschluss vom 10. Januar 1874 die Anschaffung einer Löschmaschine nicht für notwendig; seien doch in der Gemeinde Löscheimer vorhanden.
Daraufhin verpflichtete das Bezirksamt Cham die Gemeinde Ränkam staatsaufsichtshalber, eine Löschmaschine anzuschaffen. Die Gemeinde habe die Kosten dafür getragen, und würde nötigenfalls im Zwangsgang eingetrieben. So bestellte das Bezirksamt Cham beim Löschmaschinenfabrikanten Kirchmeier in München eine Löschmaschine zum Preis von 318 G. 10 Kr.
Am 10. Juni 1874 unter Protokoll “Feuerrequisiten der Gemeinde Ränkam” taucht das erste Schreiben der Gemeinde Ränkam auf, in dem der Wirt Josef Christl und der Schmiedemeister Stefan Kreuzer das Bezirksamt Cham auffordern mehr Druck auf die Gemeindeverwaltung auszuüben, um eine größere Löschmaschine anzuschaffen.
Die Gemeindeverwaltung Ränkam konnte sich in ihrer Beschlußsitzung vom 12. Juni 1874 nicht auf eine größere Löschmaschine einigen. So blieb es bei der Bestellung zum Preis von 318 G. 10 Kr. beim Fabrikanten Kirchmeier in München, die Ende 1874 geliefert wurde.
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